Soumsoum, la nuit des astres

Soumsoum, Night of the Stars

Mahamat-Saleh Haroun
Frankreich, Tschad 2026
Zwei Personen sitzen auf Sanddüne vor großen Felsformationen unter klarem Nachthimmel mit Sternen

Mahamat-Saleh Haroun ist der Filmemacher des Tschad, eines riesigen, dünn besiedelten Staates in der südlichen Sahara. Im Mittelpunkt seines aktuellen Werks steht Kellou, die in der Logik der Männer „noch ein Kind“ ist. Sie ist eine Außenseiterin, über ihre Geburt sind schlimme Dinge gerüchteweise im Umlauf: Sie stammt „vom Blut ab“, eine schauerliche Umschreibung des Todes ihrer Mutter. Für Haroun ist Kellou ein Medium, in ihren Visionen zeigt sich ein Wissen, das die Frauen hüten, und das auf eine Zeit vor dem Islam verweist. SOUMSOUM … entwirft davon einen modernen Mythos. Ein zentrales Werk des neuen postkolonialen Kinos. (Bert Rebhandl)

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